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Aufbau von Brettschichtholz

Den Aufbau von BS-Holz zeigt das nachfolgende Bild.

Zur Reduzierung feuchteabhängiger Querzugspannungen müssen die Bretter im Querschnitt so angeordnet werden, dass die "rechten" (also die der Markröhre zugewandten) Seiten der Bretter in dieselbe Richtung weisen. Zur Reduzierung der Rissbildung und zur Vermeidung von sogenannten Abschilferungen müssen in Bauteilen, die in der Nutzungsklasse (NKL) 3 verwendet werden sollen, beide äußeren Bretter mit der rechten Seite nach außen weisen.

Lamellenanordnung in Abhängigkeit der Nutzungsklasse

NKL 3

Für größere Bauteilbreiten können in jeder Brettlage mehrere Bretter nebeneinander angeordnet werden. Wirtschaftlicher werden größere Bauteilbreiten (herstellerabhängig >260 bis >300 mm) aber durch Verbundquerschnitte (auch Blockverleimungen genannt) hergestellt, bei der zwei oder mehr BS-Holzquerschnitte zu einem massiven Block verklebt werden.

Bei Brettbreiten > 220 mm werden Entlastungsnute in den Brettern gefordert. Diese müssen in benachbarten Lamellen um mindestens die Lamellendicke versetzt sein. Es sei darauf hingeweisen, dass aus deutscher Sicht ein Versatz technisch nicht notwendig und bislang auch nicht üblich war.

BS-Holz kann aus Lamellen nur einer Sortierklasse hergestellt werden, dann spricht man von homogenem BS-Holz.

Bei Biegeträgern ist ein kombinierter Aufbau aus Lamellen verschiedener Sortierklassen möglich: bei symmetrisch kombiniert aufgebautem Brettschichtholz werden sowohl am Zugrand wie auch am Druckrand Lamellen einer höheren Festigkeitsklasse, im Inneren Lamellen einer niedrigeren Sortierklasse eingesetzt. Bei einem unsymmetrisch kombiniert aufgebauten Brettschichtholz werden lediglich am Zugrand Lamellen einer höheren Festigkeitsklasse verwendet.
 
Spannungsverteilung in einem kombiniert aufgebauten BS-Holz



Die nachfolgende Tabelle zeigt homogene und kombiniert symmetrische Aufbauten von Brettschichtholz. 
 
Querschnittsaufbauten von BS-Holz

Zuordnung der Festigkeitsklassen von Lamellen zu Festigkeitsklassen von Brettschichtholz

kombiniertes Brettschichtholz
Festigkeitsklasse
des Brettschichtholzes der äußeren Lamellen der inneren Lamellen des Brettschichtholzes
GL 24h C24 C16 GL 24c
GL 28h C30 C24

innere 10%: C16a)
GL 28c
GL 32h C35 C24

innere 10%: C16a)
GL 32c
GL 36h C40 C35

innere 10%: C30a)
GL 36c
a) Bei Brettschichtholz mit überwiegender Flachkant-Biegebeanspruchung der Lamellen dürfen die inneren Lamellen innerhalb eines Bereiches von 10% der Querschnittshöhe um die Querschnittsachse einer niedrigeren Festigkeitsklasse angehören.


Eine Zuordnung der Festigkeitsklassenbezeichnungen der DIN 1052-1/A1: 1996 zu denen der DIN 1052: 2004 findet sich im Abschnitt Brettschichtholz / Eigenschaften / Festigkeitsklassen.